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Was
macht einen DJ aus? |
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Eines haben wohl alle
gemeinsam, und das sind nicht zuerst die Plattenspieler
und der Mixer. DJ zu sein, bedeutet zuerst einmal
Interesse an Musik. |
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Ein DJ sollte nicht nur
die Stücke kennen, die er auflegen will, sondern schafft
sich mit der Auswahl seiner Platten sein eigenes
Stilprofil. Denn auch wenn man nur seine
Lieblingsplatten als Cassette für Freunde zusammen
frickelt, so ist das die eigene komische Auswahl, die
wohl niemand sonst so treffen würde. Je regelmäßiger ihr
auflegt oder solche Cassetten macht, desto mehr spielt
es eine Rolle, dass das Repertoire groß ist.
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Möglicherweise greift
ihr auf einen großen Fundus alter Platten zurück, die
schon ewig in euren Regalen verstauben. Wahrscheinlicher
ist, dass ihr regelmäßig neue Musik hört, kauft oder
anderweitig besorgen. Damit werdet ihr möglicherweise
arm, aber leistet "redaktionelle" Arbeit, ähnlich der
eines Journalisten.
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Der
erste Schritt zum DJ-Job? |
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Damit ihr dann
"eingestellt" werdet, müsst ihr zuerst euer Umfeld
Schritt für Schritt überzeugen von dem, was ihr zu
bieten habt. Es ist ein harter Kampf, denn viele möchten
DJ sein, möglicherweise auch nur aus Leidenschaft ohne
finanzielle Ambitionen, also findet euch damit ab, eure
Dienste zunächst entweder günstig oder sogar umsonst
anzubieten.
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Die
Star-DJs |
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Der Hauptvorteil der
wirklich großen und bekannten DJs gegenüber ihrer
weniger bekannten Konkurrenz ist, dass sie zum einen
Platten spielen, die niemand oder wenig andere besitzen
oder/und zum anderen durch ihre Erfahrung wissen, wie
diese auf die Leute wirken. Mixtechnische Fertigkeiten
und Gefühl für Dramaturgie sind einfach die
Grundbedingung, ohne die man kaum richtig gut sein kann.
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Eine solche Position zu
erreichen, ist Fleißarbeit - auch bei Talent. Es
bedeutet, regelmäßig neues Zeug zu besorgen, sich
Notizen zu machen, wenn etwas Gutes hört, mysteriöse
Tracks von Produzenten, die noch nicht veröffentlicht
sind, ausfindig zu machen und mit deren Erlaubnis
spielen zu dürfen usw. Letzteres ist natürlich der
anspruchsvollste Level, welcher einen als Anfänger nicht
erschlagen muss.
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Viele DJs schneiden sich
so genannte Dubplates von Stücken anderer Produzenten -
und wahrscheinlich würden diese Produzenten ihre Stücke
einem unbekannten DJ dafür gar nicht erst zur Verfügung
stellen. Billiger, aber nicht so kultig ist es, solche
Stücke auf CD zu brennen und mit einem pichbaren
CD-Player zu spielen. Wenn ich ein gutes Stück habe,
juckt mich persönlich der Vinyl-Kult wenig.
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Auch ein Star-DJ wird
nicht mehr gebucht, wenn er sein Publikum nicht
glücklich macht, doch steht bei ihm der künstlerische
Aspekt im Vordergrund. Eine solche Position muss man
sich, wie andere Künstler auch, hart erarbeiten.
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Der
Party-DJ |
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Wer weniger
musikinteressierte Menschen einfach nur auf Partys zum
Tanzen motivieren will, muss sich zumindest zuerst alles
das besorgen, was beim Publikum bekannt ist.
Erwiesenermaßen feiert der Durchschnittsmensch auf das,
was er kennt. Hier geht es oft um kommerziellere Sachen,
die den Hörgewohnheiten entsprechen. Natürlich sollte
man sich darauf einstellen, wie das Publikum drauf ist
und welche Vorgaben die Party-Location mit sich bringt.
Wenn eure Partygäste einen ausgefalleneren, liberaleren
Geschmack haben - umso besser.
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Aber die meisten
Party-DJs werden daran gemessen, wie voll die Tanzfläche
ist. Und ihr müsst damit leben, dass man euch mit
passenden und unpassenden Plattenwünschen bombardiert.
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Ist die Party ein
"Themenabend" wie z.B. eine 70ies-Party oder eine
Hip-Hop-Nacht, könnt ihr auch als weniger bekannter DJ
in den Genuss kommen, die Leute mit unbekannten Sachen
in Schwung zu bringen. Auf einer Hochzeit kommt man
meist um einen musikalischen Kompromiss für Jung und Alt
nicht herum.
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Eine wöchentliche Party,
z.B. in einem Club, braucht, vor allem im Laufe der
Jahre, mehr und mehr aktuelle Elemente. Eine reine
Privatparty hat oft ihre speziellen Hits, zu der
irgendwelche Anwesenden in früheren Jahren mal betrunken
gefeiert haben. Eine Teenie Party ist besonders abhängig
von dem, was gerade aktuell ist.
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Der
Bar-DJ |
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Für den Anfang in einem
kleinen Club oder einer Bar aufzulegen macht Spaß und
Sinn. Der Hauptvorteil ist meistens, dass eben nicht von
einem verlangt wird, für Tanzstimmung zu sorgen. Das
gibt euch die Freiheit, mit einem interessanten Programm
die mehr oder weniger lauschenden Gäste zu unterhalten
und Athmosphäre zu erzeugen. Außerdem könnt ihr eure
Nervosität langsam abbauen und behutsam daran gewöhnen,
dass man euch beim Auflegen auf die Finger guckt.
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Gerade als Anfänger
kriegt man schnell Panik vor dem berühmten DJ-Albtraum:
die Platte ist zuende, alle schauen dich erstaunt an,
aber die neue Platte spielt nicht. In diesem Moment gilt
nur eins: Ruhe bewahren - und am besten spielt ihr die
Platte gelassen von vorn. Manchmal hat so eine Pause
auch einen sehr guten Effekt, denn die Leute werden ein
bisschen "aufgeweckt". In einer Bar ist das natürlich
ebenfalls relaxter, denn falls die neue Platte ein
bisschen unpassend ist, rennt erst mal keiner weg.
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Es ist für viele Zuhörer
bzw, Gäste in einer Bar meistens schwer
nachzuvollziehen, dass der DJ möglicherweise Lust, aber
keine Zeit hat, sich zu unterhalten, denn er muss die
Stimmung in sich aufsaugen und innerhalb von den wenigen
Minuten, die das aktuelle Stück läuft, reagieren. |
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