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Lautsprecher-Boxen |
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Der Gesamtsound einer Band kann noch so gut
abgemischt sein und trotzdem schlecht klingen;
eine P.A.-Anlage steht und fällt nicht zuletzt
mit den verwendeten Boxen. Wie schon
hinsichtlich einer gewöhnlichen Hifi-Anlage, so
gilt erst recht bei der P.A.: Wer an den Boxen
spart, spart definitiv an der falschen Stelle!
Ebenso großen Anteil am Klang einer Box wie der
verwendete Speaker besitzt das Gehäuse. Damit
der Frequenzbereich aller innerhalb der P.A.
zusammenwirkender Instrumente und Komponenten
zufrieden stellend wiedergegeben werden kann,
benötigt man für Bässe, Mitten und Höhen recht
unterschiedliche Speaker.
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Speaker für Bässe, Mitten
und Höhen |
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In den für P.A.-Anlagen verwendeten
Lautsprechern wird Schalldruck erzeugt, indem
eine Membran, die in einem Chassis
aufgehängt ist, in Schwingungen versetzt wird.
Der wiederzugebende Frequenzbereich ist
dabei jeweils vom Durchmesser der Membran
abhängig, der in Zoll (1 Zoll = 2,54 cm)
angegeben wird.
Für Bassfrequenzen im Bereich von 20 bis
250 Hz werden Speaker mit Membrandurchmessern
von 12, 15 und 18 Zoll eingesetzt. Bei den
Mitten von 250 bis 3500 Hz reichen die
Durchmesser von 5 über 6,5 bis 8 Zoll. Im
Bereich von 3500 und 20.000 Hz sorgen 1-, 1,5-
und 2-Zoll-Membranen für die Höhen.
Beliebt sind mittlerweile auch kompakte
2-Wege-Boxen mit so genannten
Koaxiallautsprechern: Diese Modelle zeichnen
sich dadurch aus, dass der Hochtöner mit in den
Bass-Speaker integriert ist.
Dafür, dass in den einzelnen Frequenzbereichen
auch nur der jeweils dafür vorgesehene Speaker
angesprochen wird, sorgen so genannte
Frequenzweichen. In ihnen sorgen Filter dafür,
dass ungewünschte Frequenzanteile eines Klanges
vor einem Speaker zurückgehalten werden:
o lässt ein Tiefpass Filter nur die tiefen Töne
zum Bass-Speaker passieren, während Bandpass -
und Hochpass -Filter diese Aufgabe in den
entsprechenden Frequenzbereichen für Mitten- und
Hochton-Lautsprecher übernehmen.
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Diese Technik findet sowohl bei Boxen-Stacks
- das sind kombinierte Boxen - als auch bei
sogenannten Full-Range-Systemen
Anwendung. Letzteres sind kompakte Systeme, die
die Speaker für die einzelnen Frequenzbereiche
enthalten. Einige Systeme beinhalten die
Frequenzweichen, manche nicht. Andere wiederum
integrieren sogar die Verstärker. Vor dem Kauf
sollte man sich also bezüglich dieser
Ausstattungsmerkmale im Klaren sein.
Kompakte Systeme mögen auf den ersten Blick
einfacher in der Handhabung erscheinen. Man muss
aber bedenken, dass auf Grund der Integration
aller Elemente die Boxen in Baugröße und nicht
zuletzt ihrem Gewicht etwas unhandlich werden
können - je nach dem, wie viel Leistung man
benötigt versteht sich.
Sehr praktisch für Bands, die mit eigenem
P.A.-System spielen, sind Aktiv-Stacks.
Die Boxen enthalten interne Verstärker, sind mit
ein paar Leuten leicht aufzubauen und lassen
sich bequem im Bandbus verstauen.
Die rechts gezeigte PA aus der EON-Serie
von JBL ist für diesen Zweck konzipiert.
Sie besteht aus zwei Teilen: einem
Aktiv-Subwoofer und einem ebenso aktiven
Mitten/Hochton-Teil.
Aber auch andere Hersteller bieten ähnliche
Systeme an. |
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Subwoofer |
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Im Klein-P.A.-Bereich haben sich in den letzten
Jahren verstärkt die "Subwoofer" durchgesetzt.
Die "Sub-Bässe" (20 bis 120 Hz) sind dabei
nochmals durch Frequenzweichen vom restlichen
Frequenzspektrum abgekoppelt und werden von
separaten Bass-Boxen wiedergegeben. Meist mit
Ständern darauf befestigt sind die Boxen, in
denen Speaker für Höhen, Mitten und den oberen
Bassbereich (120 bis 250 Hz) ihre Dienste
verrichten.
Durch den Einzug von Dolby Surround in die
heimischen Wohnzimmer kennt man das
Subwoofer-Prinzip auch aus dem Hifi-Bereich.
Hier kommt meist nur ein einzelner Woofer zum
Einsatz - die Tiefbässe werden also nur in Mono
geliefert. Auch auf kleinen Bühnen reicht das
oftmals locker aus, weil Sub-Bässe ohnehin vom
menschlichen Gehör nicht mehr richtig zu orten
sind. Und genauso wie die Woofer zu Hause
hinterm Sofa versteckt werden, beeinträchtigt
ein aus dem Blickfeld des Publikums verbannter
"Bass-Riese" auch auf der Bühne nicht den
P.A.-Sound.
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Leistung ist nicht alles! |
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Die Leistungsangaben von Boxen sind in der
Praxis nicht unbedingt Ausdruck für Lautstärken.
Für Lautsprecher ist eine zweite Angabe, die man
häufig nicht in den Prospekten der Musikhändler,
sondern eher in den Listen der technischen Daten
der Speaker selbst findet, ebenso entscheidend
wie die Watt-Zahl: Gemeint ist der
Schalldruck, dessen Pegel SPL (Sound
Pressure Level) in Dezibel (dB) angegeben wird.
Diese Angabe bezieht sich dann in der Regel auf
ein Messverfahren, bei dem per Mikrofon der
Druck während der Zufuhr von 1 Watt Leistung in
einem Abstand von 1 Meter gemessen wird. |
In den technischen Daten einer Bassbox taucht
dann etwa die Angabe "99 dB/1 W/1 m" auf - was
ein guter Wert für einen Basslautsprecher
darstellt. Bei den Hochtönern liegen die
Schalldruck-Werte sogar noch um durchschnittlich
10 dB höher als die der Bass-Speaker. Besonders
wichtig, damit man sich unter dieser Angabe
etwas vorstellen kann: 10 dB mehr oder weniger
dieser Angabe innerhalb der logarithmischen
Einheit Dezibel entsprechen ungefähr der
doppelten Lautstärke. Das aber bedeutet: Eine
Box, die an 100 Watt 100 dB SPL liefert, ist
doppelt so laut wie eine andere, die an 100 Watt
nur 90 dB SPL schafft. Um nun diese zweite Box
auf die doppelte Lautstärke zu bringen, bräuchte
man annähernd 1000 Watt Verstärkerleistung! -
denn erst die zehnfache Leistung bringt einen
solchen Lautstärkenzuwachs um 100 Prozent.
Investiert man also von vornherein in die
richtigen Boxen, erspart man sich eine teure und
überdimensionierte Endstufe sowie einen höheren
Stromverbrauch als wirklich nötig ist.
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