Mikrofonierung

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Die Mikrofonierung in Live-Situationen unterscheidet sich in einigen Punkten von der Arbeit im Studio. Die akustischen Gegebenheiten sind bei jedem Gig anders - live-taugliche d.h. flexible und robuste Mikrofontypen sind gefragt. Welche Mikros ihr für die Abnahme verschiedener Instrumente braucht und wie man damit umgeht, erfahrt ihr hier!
 
Mikrofonierung der Vocals

Während man im Studio im optimalen Fall auf Kondensatormikrofone zurückgreift, finden sich im Live-Einsatz häufig dynamische Mikrofone. Auf Grund ihrer Robustheit sind sie geradezu ideal für diesen Einsatzzweck, zumal Du schon ab etwa 100 Euro gute Modelle finden kannst. Eines der bekanntesten Modelle auf Bühnen in aller Welt dürfte sicherlich das Shure SM 58 sein, das seit über 30 Jahren eine Art Standard darstellt.
 
Mikrofonangst?
Hört man seine Stimme zum ersten Mal über ein Mikrofon, klingt sie sehr ungewohnt. Der Grund dafür ist, dass die körpereigenen Resonanzen, die den über das Innenohr gehörten Klang entscheidend beeinflussen, vom Mikrofon nicht übertragen werden. Also: Bloß keine Angst haben, es ist alles eine Sache der Eingewöhnung. Allerdings wird Dir die Auswahl des richtigen Mikrofons nicht gerade erleichtert, wenn Du gerade mit dem Singen angefangen hast. In diesem Fall solltest Du - wenn Du zum ersten Mal ein Mikrofon ausprobierst - unbedingt jemanden dabei haben, der/die den Klang Deiner Gesangsstimme vielleicht besser beurteilen kann.
 
Die Charakteristiken  
Die Charakteristik eines Mikrofons beschreibt, aus welchen Richtungen es für eintreffenden Schall empfindlich ist. Gerade im Live-Betrieb kommt es sehr darauf an, ein Mikrofon mit der richtigen Charakteristik zu verwenden. Ungeeignet sind Mikrofone mit Kugelcharakteristik. Da sie in alle Richtungen zu gleichen Teilen empfindlich sind, würde auch der Schall der Monitore aufgenommen und es gäbe schon bei geringen Lautstärken massive Rückkopplungsprobleme. Deswegen haben sich im Einsatz Mikrofone mit Nieren - und Supernierencharakteristik bewährt (das oben erwähnte SM58 ist ebenfalls ein Nieren-Mikro).
Kugelcharakteristik
Bei der Nierencharakteristik wird hauptsächlich von vorne auf die Kapsel auftreffende Schall aufgenommen, rückwärtig ist dieses Mikro unempfindlich. Stellt man sich nun mit der Rückseite des Mikrofons in Richtung der Monitore, kann man selbst bei hohen Lautstärken noch rückkopplungsfrei arbeiten. Bei der Supernierencharakteristik ist der vordere Aufnahmebereich schmaler als bei der Niere, was andere Schallquellen von der Bühne besser abschirmt. Dafür gibt es bei dieser Charakteristik eine größere Empfindlichkeit der Rückseite. Man sollte die Monitore für dieses Mikrofon also leicht seitlich stellen, um die unempfindlichen Stellen zu treffen.
Nieren-Charakteristik
Nahbesprechungseffekt
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Live-Einsatz ist der Nahbesprechungseffekt. Je geringer der Abstand zur Schallquelle, desto bassiger und voluminöser wird der Sound - allerdings auch matschiger. Achte am besten immer auf einen gewissen Abstand zur Mikrofonkapsel (ca. 7 bis 15 cm), dann klingt die Stimme um einiges natürlicher. Ein weiterer Vorteil eines etwas größeren Mikrofon-Abstands ist die Verringerung der Plopplaute. Diese entstehen bei Konsonanten wie P, K und B und sind nichts anderes als kleine Luftwirbel, die auf die Membran treffen und Verzerrungen auslösen. Wiederhole das Wort "Parkplatz" und variiere dabei den Abstand zum Mikrofon kontinuierlich. Du wirst deutlich hören, dass die Plopplaute abnehmen, sobald ein gewisser Abstand eingehalten wird.
Dynamisches oder Kondensator-Mikrofon?
Für welches Mikrofon man sich entscheiden sollte, hängt von sehr verschiedenen Faktoren ab; nicht zuletzt ist es schließlich auch eine Klangfrage. An erster Stelle sollte immer stehen, ob das jeweilige Model zu Deiner Stimme passt. Gehe in ein Fachgeschäft, und teste verschiedene Mikrofone unterschiedlicher Bauart und Preisklasse an. Im besten Fall kannst Du Deine Favoriten für eine Probe in gewohnter Umgebung (z.B. im Proberaum) ausleihen und quasi "im Einsatz" ausprobieren.
Ebenso gilt es zu berücksichtigen, für welche Musik Du das Mikrofon einsetzen möchtest. Bei phonstarker Rockmusik sollte das Mikrofon möglichst übersteuerungsfest sein, während beim Auftritt eines akustischen Jazztrios durchaus ein hochwertiges Kondensatormikrofon zum Einsatz kommen kann, das jede Nuance überträgt.
Leider sind Kondensatormikrofone teurer als ihre dynamischen Kollegen und können auch recht empfindlich sein. Willst Du bezüglich der Robustheit ganz sicher gehen, frage den Verkäufer, ob er das Mikrofon vor Deinen Augen fallen lässt und es danach wieder anschließt. Die Live-Mikrofone von AKG beispielsweise überstehen diese Belastungsprobe unbeschadet.
 
Headsets
Headsets bieten ein Optimum an Bewegungsfreiheit - wenn man sie zudem mit einem Wireless einsetzt. Ansonsten kann ein Headset vor allem für KeyboarderInnen interessant sein, vor allem dann, wenn man mehrere Instrumente als Keyboard-Burg gruppiert hat. In der Praxis haben sich Kondensator-Headsets bewährt, da sie kleiner und unauffälliger sind. Prüfe vor dem Kauf auf jeden Fall das Mikrofon auf bequemen Sitz, denn nichts ist ärgerlicher als ein ständig rutschendes Headset.
 
Der einzige, bauartbedingte Nachteil dieser Mikrofontypen ist der unveränderliche Abstand zur Mikrofonkapsel - Mikrofontechnik beim Singen entfällt hier praktisch komplett!
Stative
Wer nicht ausschließlich mit Headsets arbeitet, wird um die Anschaffung von Stativen nicht herumkommen. Diese sollten einen sicheren Stand für das jeweilige Mikrofon bieten und von robuster Konstruktion sein. Für den Bühneneinsatz empfehlen sich vor allem die Produkte von König & Meyer wie etwa das Model 210/2 - seit 30 Jahren ein Standard!
 
Mikrofonierung von E-Gitarren

Die Lautsprecher des jeweiligen Amps werden im Live-Betrieb in der Regel mit dynamischen Mikrofonen abgenommen. Sehr häufig werden dafür entweder ein Shure SM 57 oder auch Sennheiser MD 421 bzw. MD 521 verwendet. Das Shure SM 57 betont hier einen offenen und im oberen Frequenzbereich deutlicheren Sound, während die Sennheiser-Mikros einen etwas satteren Sound betonen.
 
Ein luxuriöse Variante ist die Abnahme der Gitarrenanlage mit einem Großmembrankondensator-Mikrofon wie z.B. einem Audio-Technica ATM 4050. Diese Mikrofon-typen zeichenen den gesamten Frequenzgang sehr sauber auf.
Voraussetzung für den Einsatz von Kondensator-Mikrofonen ist aber unbedingt die Speisung mit einer 48 Volt Spannung, der so genanten Phantom-Power, die in der Regel das Mischpult liefert.
 
Mikrofon-Positionierung
Positioniert wird das Mikrofon direkt vor einem Lautsprecher, auch dann, wenn der Amp oder die Box über mehrere Lautsprecher verfügt. Es macht nur Sinn die Anlage mit mehreren Mikrofone abzunehmen, wenn die Gitarrenanlage z.B. im Stereo-Betrieb betrieben wird und deutliche Effekte wie z.B. Links/Rechts-Panning, Flanging-, Stereo-Chorus-Effekte o.ä. eingesetzt werden.
Eine im Grundsatz günstige Position des Mikrofons vor dem Lautsprecher ist:
 
Das Mikrofon in Einsprechrichtung der Kapsel mit einem Anstand von ca. 5 cm vom äußeren Rand des Lautsprechers entfernt parallel zur Membran ausrichten. Dann den Abstand zum Lautsprecher wählen, auch hier ist ein Abstand von ca. 5 Zentimeter eine gute Ausgangsposition.
Ausgehend von dieser Position kann man durch leichtes Variieren der Abstände und des Winkels den Sound optimieren. So bewirkt z.B. eine Verschiebung zum Lautsprecherrand hin einen Zuwachs des Bassanteils, eine Verschiebung zur Lautsprechermitte hin einen Verlust desselben und damit präsentere Abbildung der Mitten und Höhen.
 
Tipps&Tricks zur Mikrofonierung von E-Gitarren
Mit einer Taschenlampe durch den Frontbespannstoff leuchten, um den Sitz des Lautsprechers im der Frontplatte zu ermitteln. Hat man die ideale Position für den Sound bei einem bestimmten Mikrofon-Typ gefunden, kann man diese Position auf der Frontbespannung markieren. Ein kleines Kreuz mit einem Faserstift wirkt Wunder und beschleunigt den Aufbau. Silberfarben aufgetragen ist das ganze dezenter, in Weiß auch bei spärlich beleuchteten Bühnen leichter zu sehen.
Idealerweise verwendet man Mikrofonstative mit einem runden, schweren Tellerfuß für die Mikrofonierung von Gitarrenanlagen. Solche Stative sind dezent, brauchen wenig Platz und stellen somit keine Stolperfalle dar. Außerdem kosten diese Stative nicht viel, sodass Du Dir am besten Dein eigenes zulegst. In diesem Falle solltest Du aber als Dein eigenes kennzeichen, um Konflikte mit dem P.A.-Verleiher beim Abbau zu vermeiden. Gleiches gilt natürlich auch für das evtl. vorhandene, eigene Mikrofon.
Ein Dreibein-Stativ sollte immer an den Rand des Amps gestellt werden, dass ein Bein parallel zu Front und eins parallel zur Seitenwand des Amps steht. Dann ist die Chance relativ gering bei entsprechender Bühnenpräsenz die Mikrofonposition ungewollt zu verändern, oder dieses gar umzureißen. Auf Nummersicher geht ihr, wenn ihr die drei Beine auf dem Boden noch mit Gaffer-Tape fixiert.
 
Mikrofonierung von akustischen Gitarren

Ideal ist es, wenn die Gitarre über ein eingebautes Pick Up System verfügt. Dann kann man sich locker mittels Klinken-Kabel in einen speziellen, für Akustik-Gitarren geeigneten Amp oder eine DI Box einstöpseln. Der Amp kann dann nach den gleichen Prinzipien wie eine E.-Gitarrenanlge mikrofoniert werden.
Um Rückkopplungen gegen den Amp oder einen Monitor zu vermeiden, solltet ihr die Gitarre mit einem Feedbacker verwenden - das ist eine in das Schallloch der Gitarre einzusetzende Gummischeibe. Meist deutlich leiser und gegen Rückkopplungen deutlich empfindlicher ist die Abnahme der Akustik-Gitarre im Live-Betrieb mit einem Mikrofon. Die Position des Mikrofons wird hier von verschiedenen Faktoren bestimmt:
 
  1. aus Gründen eines weitestgehend neutralen Klangs sollte das Mikrofon mit der Haupteinsprechrichtung auf den zu Hals gewandten Teil des Schalllochs zeigen.
  2. Um die Geräusche der Griffhand stärker zu vermeiden, sollte das Mikrofon in einem leichten Winkel von ca. 45 Grad aus der Richtung des Halses auf den Korpus zeigen.
  3. Um Feedbacks weitestgehend zu vermeiden, ist die Position der Monitor-Box so zu wählen, dass das Horn möglichst auf den Stecker des Mikrofons gerichtet ist und damit den rückwertigen Auslöschungseffekt des Mikrofon optimal zu nutzen.
  4. Auch sollte auf der Bühne sollte man zudem eine Position einnehmen in der man mit Körper und Gitarre das Mikrofon möglichst vor direkten Einstreuung von anderen Signalquellen abschirmen kann.
Bass abnehmen...

Für den Bass wird im Live-Betrieb gerne auf die DI - Box zurück gegriffen, da dies die einfachste Methode ist ein sauberes, tieffrequentes Signal aufzuzeichnen. Der Bass wird dabei direkt mittels Instrumenten-Kabel in die DI-Box eingestöpselt, über den so genannten Input-Link der DI-Box erfolgt die verlustfreie und unbearbeitete Verbindung mit der Bassanlge.
Moderne Bassamps verfügen auch meist über eingebaute, teilweise sogar regelbare, DI-Outputs, welche natürlich in gleicher Weise eingesetzt werden können. Der DI-Outputs des Amps kann den Vorteil bieten, dass das klanglich bearbeitet Vorstufen-Signal zu Verarbeitung weitergegeben werden kann.
 
Bass mikrofonieren...

Nimmt man die Anlage mit einem Mikrofon ab, so wird in der Regel ein möglichst mit einer großflächigen Membran ausgestattetes, dynamisches Mikrofon wie z.B. das Sennheiser MD 421 bzw. MD 521, oder Elektro-Voice RE 20 eingesetzt. Auch für die Mikrofonierung der Bassanlage kann man den Ratschlägen zur Mikrofonierung der E - Gitarre  weitestgehend folgen.
 
Praxis-Tip
Die Bassanlagen verfügen teils über Lautsprecher-Kombinationen aus 15"- und 10"-, oder gar 8"-Lautsprechern. Für einen griffigen und akzentuierten Bass-Sound sollte man besser die kleineren Lautsprecher mikrofonieren, meist bieten diese sogar genügend Bassanteil für die druckvolle Wiedergabe des Sounds.
 
Keyboards on stage
Hier eine allgemein gültige Regel zu nennen, dürfte schwierig fallen, da von einem einzelnen Keyboard, über individuelle und komplexe System bis hin zu traditionellen, analogen Anlagen alles eingesetzt wird. Eine Abnahme durch eine DI Box ist im Grundsatz richtig, aber im einzelnen gilt es einiges zu beachten.
  1. Eine goldene Regel mit der man sich beim Personal des P.A.-Verleihers viele Freunde machen wird ist: Spare Kanäle! Dies ist natürlich bei einem einzelnen Keyboard leicht zu realisieren, denn zwei bis vier Kanäle für Keyboards sind in der Regel immer vorgesehen.
  2. Der Einsatz mehrerer Keyboards erfordert eine saubere Abstimmung der Pegel. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Sound-Programmen. Meistens programmiert man seine Sounds eben nicht dort, wo man sie einzusetzen gedenkt. Die Eindrücke, die man von den Lautstärke-Wirkungen seiner Sounds mittels z.B. Kopfhörer gewinnt, können sich drastisch von ihrer tatsächlichen Wirkung unterscheiden!
Keyboard-Submixer einsetzen...
Bei einem komplexen Keyboardsystem, bestehend aus z.B. Masterkeyboard ,Slaves und diversen Sound-Devices wie z.B. Samplern, Sound-Modulen, Effekt-Geräten usw., sollten zumindest die Audio-Outputs in einem Mixer zusammengefasst werden. Bei der Wahl des Mixers sollte man darauf achten, dass für die Ausgabe der Signale ein separat regelbarer Stereo-Output mit einer Symmetrischen Signalführung zur Verfügung steht.
Für ein einfacheres Setup, bestehend aus z.B. einem Synthesizer, einer Orgel und einem E-Piano muss nicht zwangsläufig ein Mixer vorhanden sein. Keyboard-Setups dieser Art können mit einer simplen 4fach-DI-Box im 19"-Format zusammengefasst werden. Nachteil dieser Lösung ist, dass die Pegelanpassung immer mit den Keyboards selbst erfolgen muss. Der Vorteil: Die DI-Box kann leicht am Keybord-Stativ befestigt werden und auch im Zusammenhang mit einem erweiterten Set-Up inklusive Mixer verwendet werden.
Praxis-Tip: DI-Boxen verfügen meist über eine dreistufige Pegel-Absenkung, immer auf die richtige Pegelanpassung achten!
 
Vintage Keyboards
In der Regel bieten alte, analoge Keyboards deutlich kräftigere Ausgangspegel, und damit ist der Anpassung an die Pegel der DI-Box entsprechend höhere Aufmerksamkeit zu widmen.
 
Die Renaissance diese Keyboards führte aber auch dazu, dass z.B. Orgeln wieder über ein echtes Leslie gespielt werden und z.B. ein Fender-Rhodes über einen Röhren-Amp mit Lautsprecherkabinett.
Im letzteren Fall kann man für die Mikrofonierung wieder auf die im Kapitel E- Gitarre beschriebenen Tips zurückgreifen. Zu beachten ist aber, dass der Einsatz eines dynamischen Großmembran-Mikrofons aufgrund des hohen Bassanteil sinnvoll ist.
 
Leslie-Kabinett mikrofonieren...
Die Abnahme eines Leslies sollte aus Gründen der exakten Abbildung des Rotationseffekt wie folgt durchgeführt werden.
  1. Für den Top-Lautsprecher werden zwei dynamische Mikrofon wie z.B. Shure SM57 eingesetzt. Diese werden in einem 90-Grad-Winkel angeordnet. Steht man also vor dem Leslie, zeigt ein Mikrofon auf die Öffnungen der Frontplatte und eins auf die Öffnung in der linken, oder rechten Seitenwand. Die beiden Mikrofonkanäle sollten dann im Panorama stark nach links und rechts gestellt werden, dann wird der Rotationseffekt besonders deutlich.
  2. Für den in die "Waschmaschinen-Trommel" abstrahlenden 15"-Speaker wird nur ein dynamisches Großmembranmikrofon wie z.B. eine Sennheiser MD 421 bzw. MD 521, oder Electro-Voice RE20 verwendet. Ein Mikrofon reicht für diese Anwendung völlig aus, da der Rotationseffekt in diesem tieffrequenten Bereich nicht so deutlich abgebildet werden kann.
Drum-Mikrofonierung  

Ein Drumset perfekt zu mikrofonieren - etwa so wie rechts im Bild zu sehen -, ist mit einigem technischen Aufwand verbunden, vom technischen Knowhow einmal ganz abgesehen.
Das Thema ist recht komplex - wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, findest Du alles weitere dazu bei musikmachen.net im Knowhow&Basics-Bereich Drum Percussion, der außerdem viele Infos zu Drum- und Percussion-Instrumenten enthält.

An dieser Stelle begnügen wir uns daher mit der etwas eingeschränkten Variante der Drum-Mikrofonierung, die aber in vielen Situationen sehr hilfreich sein kann: Die Mikrofon-Abnahme eines Drumset mit nur zwei Mikros!
Drumset mikrofonieren leicht gemacht  
Hier geht es vor allem einmal um eine unkomplizierte Aufnahme eines Drumsets im Proberaum oder der "Unterstützung" eines akustischen Drumsounds bei kleinen Clubgigs - Fälle, in denen erfahrungsgemäß nur wenige Mikrofon-Kanäle zur Verfügung stehen.
Ein gut gestimmtes Drumset vorausgesetzt werden zur Aufzeichnung zunächst einmal zwei Mikrofone benötigt. Bevorzugt für diese Art der Aufnahme sind übrigens Kondensator-Mikrofone einzusetzen. Ausprobieren ist angesagt !
Versuche, durch verschiedene Positionierungen der Mikrofone den besten Sound herauszufinden.
Um mit nur zwei Mikrofonen einen direkteren Klang aufzuzeichnen, kannst Du die Mikrofone als Overheads über den Kopf des Drummers in etwa 1,80 - 2 Meter Höhe positionieren. Dabei sollte die Snaredrum in etwa das Klangzentrum bzw. die "akustische Mitte" darstellen. Ist das aufgezeichnete Klangbild nun zu höhenbetont (meistens überwiegen die Cymbals im Gesamtsound), probier das Ganze vielleicht mal mit dynamischen Mikrofonen , die ein weniger höhenbetontes Klangbild liefern.
 
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